Werkstatt
Cover - Sammelband 1
 
In einem 3D-Programm konstruierte ich zuerst die Geometrie des Ganges.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich wie so oft keine Ahnung, wie das Bild eigentlich später mal aussehen sollte. Manche machen ja vorher "Kompositionsskizzen". Wenn man aber ohnehin die Bildelemente im PC so verschieben kann
wie man will, kann man sich diesen Aufwand sparen.
Der Kopf und das Monster wurden skizziert und in
Photoshop auf jeweils separate Ebenen platziert.
Dann erstellte ich eine Textur für das Drahtgittermodell und der Gang wurde im 3D-Programm mit mehreren farbigen Lichtern ausgeleuchtet.
Etwas Farbe ist immer gut.
Die erste Ikarus hatte ich schon für Band 6 gebastelt. Sie war aber nie auf einem Bild erschienen, weil ich plötzlich eine "Ikarus 2" basteln sollte. Im Endeffekt ist es immer wieder erstaunlich, dass manche Sachen im Leben doch nie ganz umsonst gemacht werden und später doch noch einen Sinn ergeben. Schnell vorne noch eine Art Flügel-Logo draufgepappt und so gerendert, dass es gut ins Bild passt.  Damit das Retorten-Viech auch richtig im Bild sitzt,
montierte ich schon mal die Schrift und das Titel-Logo ins Bild.
So konnte ich die Figur genau platzieren.
 (Ist halt ein Vorteil, wenn man das Cover komplett gestaltet und nicht nur ein Bild macht, das von irgendwelchen Verlagstypen dann wild beschnitten, die Schrift hemmungslos über Figuren geklatscht wird und ansonsten wie selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass der Künstler sich nicht gerade
was bei seiner Arbeit gedacht haben könnte. Ich hasse so was.)
Auch Halskragen und Schulterstücke der Raumanzüge
sind dann wieder ein 3D-Modell
Um die 3D-Modelle nicht zu realistisch wirken zu lassen, verwendete ich den "Comic-Shader" in Cinema-4D-XL-7, der die Farbabstufungen reduziert.
 So fügen sich die 3D-Objekte harmonischer ins Bild ein. Außerdem legte ich in Photoshop noch eine leichte Unschärfe über die Teile.
 Der größte Fehler, den man hier machen kann: Gemalte Bereiche, die immer etwas weich wirken, neben superscharf gerenderte 3D-Objekte zu setzen.
Das wirkt wie die Faust aufs Auge.
Das fertige Cover